Was macht Sibusiso

Was macht Sibusiso?

Das Programm Sibusiso baut auf zwei Säulen auf:
Das Sibusiso Dorf und das Outreach-Program, bzw. Familienbetreuung zu Hause

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Das Sibusiso Zentrum

Das Zentrum von Sibusiso befindet sich auf einem Gelände von mehr als sieben Hektar, in der Nähe von Arusha, zwischen Kaffeeplantagen am Fuße des Mount Meru. Das Zentrum umfasst:

  • vier Häuser
  • eine Schule
  • zwei Schlaf und Ruheräume
  • Physiotherapie- und Ergotherapie-Räume
  • ein Begegnungszentrum
  • eine Küche
  • der Lehrbauernhof mit Gemüsegarten und Kaffeeplantage

 

Des Weiteren: einen Sportplatz, Spielplätze und den Sibusiso-Walk (ein spezieller Parcour zur Weiterentwicklung von sensorischen und motorischen Fähigkeiten), eine zentrale Küche mit Wasch-
und Lagerraum und eine Werkstatt.
 
Im Sibusiso-Zentrum werden Kinder mit geistiger Behinderung zwischen 0 und 18 Jahren aufgenommen. Bei einer großen Anzahl von Kindern gibt es neben der geistigen Behinderung auch eine körperliche Behinderung.
Die Aufnahme in das Zentrum ist begrenzt. Die Kinder werden für einen Zeitraum von mindestens drei Wochen bis maximal sechs Monaten aufgenommen und intensiv betreut. Nach dieser Zeit gehen sie entweder wieder nach Hause oder werden von einer anderen Einrichtung übernommen.

Während des Aufenthaltes im Zentrum steht nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern im Mittelpunkt. Das Programm Sibusiso konzentriert sich daher sowohl auf das Kind als auch auf die familiäre Umgebung und hat folgende Schwerpunkte:

  1. Durch Beobachtung des Kindes Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen bekommen.
  2. Entwicklungsstimulation durch Unterrichten der Kinder. Fähigkeiten wie Ankleiden, Waschen und einfache Haushaltsarbeiten wie Tischdecken, Bett machen usw. (siehe auch Foto rechts) üben und erlernen. Wenn es die Fähigkeiten des Kindes erlauben, werden auch leichtere Tätigkeiten, wie Nähen, Gartenarbeit und Tischlerei geübt. Darüber hinaus werden den Kindern natürliche Aktivitäten wie Musik, Tanz, Zeichnen, Basteln, Sport und Spielen angeboten. Dabei steht das soziale Verhalten steht bei allen Aktivitäten stark im Vordergrund. 
  3. Familiäre Beratung, unter anderem, damit Eltern einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen ihres Kindes, bekommen. Eltern unterstützen ihr Kind zu erziehen und vorhandenen Fähigkeiten zu erweitern.
     
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Die Familienbetreuung

Das Outreach-Programm, bzw. die Familienbetreuung zu Hause gilt für die Kinder die wieder zu Hause sind und ist ein wichtiger Teil in der Sibusiso Strategie. Verschiedene Teams besuchen dabei regelmäßig  die Kinder und Familien in ihrer normalen häuslichen Situation. Diese Besuche haben unterschiedliche Ziele:

Nachsorge

Wenn die Kinder drei Monate im Sibusiso Zentrum waren, werden sie auch regelmäßig zu Hause besucht. Es ist nicht nur wichtig, dass die Kinder Fähigkeiten im Zentrum lernen, sondern auch, dass die familiäre Umgebung, in der die Kinder leben, angeregt wird, auch geistig behinderte Kinder in ihre Gemeinschaft mit einzubeziehen. Die Mitarbeiter versuchen sich ein Bild davon zu machen ob die Familie das Kind gut begleitet wird oder ob die Eltern Beratung benötigen. Manchmal werden die Kinder auch ohne vorherige Terminabsprache besucht. Auf diese Weise bekommt man ein mehr realistisches Bild der aktuellen familiären Situation. In einigen Fällen besucht das Outreach-Team auch die Schule, in der Kinder wohnen, nachdem sie Sibusiso-Zentrum verlassen haben.

Informieren

Es wird ein Hausbesuch gemacht (siehe Foto rechts), wenn die Kinder im Sibusiso-Zentrum angemeldet sind. Es ist wichtig, mit den Eltern zu sprechen und sie über Sibusiso zu informieren. Dabei bekommen die Sibusiso-Mitarbeiter ein gutes Bild von der Situation im Elternhaus. Auf diese Weise können die Unterstützungsmöglichkeiten der Familie für das Kind gut eingeschätzt werden.

Information

Das Outreach-Team organisiert auch Dorftreffen. Teilnehmer sind die Familienmitglieder, Dorfälteste, Gesundheitsexperten und Lehrer. Während dieser Treffens wird über das Sibusiso-Programm informiert. Außerdem über aktuelle Themen zu Gesundheit und neue Kinder werden registriert. Diese Treffen finden, z.B. in einem Gesundheitszentrum, einer Schule oder einem Kirchengebäude statt. Bei diesen Treffen lernen sich Eltern von Kindern mit Behinderungen kennen und tauschen sich aus.

Bei den oben genannten Aktivitäten steht der Informationsaustausch und die Schulung von Eltern und anderen Interessengruppen immer im Mittelpunkt. Ob es sich um ein Dorftreffen, einen Tag der offenen Tür, einen Hausbesuch, eine Physiotherapie oder eine Beschäftigungstherapie im Sibusiso Zentrum handelt, Wissenstransfer ist ein integraler Bestandteil der Arbeit von Sibusiso.

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